Montag, 14. Mai 2012

Priester-(und)-Blogs

Nach einer leidenschaftlichen Predigt für lebendigere Gottesdienste, einer zweiminütigen Einführung ins Vater Unser ("Wir müssen was Fetziges singen, weil der BVB ja gewonnen hat und wir auch so toll feiern können wie die Fans. Herr Diakon, wie geht unser ältester Fangesang?" "Borussia.." "Nein, natürlich das Vater Unser") und der Krönung mit dem private Wort zwischen Schlussgebet und Segen (eine kleine Geschichte, die in der Zeitung stand und "die ich Ihnen nicht vorenthalten will"), kam mir eine Idee.

Wegen diesem Gelaber ohne Ende, dauerte die Messe nämlich trotz nur einer Lesung und vier Kurz-Fürbitten  fast eine Stunde - das "übliche" Problem. Also zu meiner Idee: Wie wäre es, wenn alle diese Priester, die so sehr Redebedarf haben und in der Zeitung was finden und so weiter und so fort, einfach ein Blog schreiben würden? Mit Sonntagsgedanken, mit leidenschaftlichen Plädoyers, mit Texten, die Fußballspiele und Gottesdienste verbinden und mit was auch immer?

Das hätte viele Vorteile. 1. Die Liturgie wäre ein bisschen weniger verunstaltet. 2. Es besteht die leise Hoffnung, dass man sich mehr aufs Wesentliche konzentriert, Zeit wäre ja noch dafür. 3. Alle, die "einfach Gottesdienst" feiern können, werden nicht ständig zugelabert. Und 4. man könnte über die Blogoezese nicht mehr als konservative Kampfkatholikentruppe ab"kanzeln".

Wie wäre es damit?

Kommentare:

  1. Klasse Idee - würde ich als erstes ins Fürbittenbuch der betreffenden Kirche schreiben ...

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  2. Die Idee finde ich auch gar nicht schlecht. Vor allem bei aktivierter Kommentarfunktion ;)
    Ich bleibe an dieser Formulierung hängen "die ich Ihnen nicht vorenthalten will". Je länger ich darüber nachdenke: "Doch, Herr Pfarrer, ich bitte inständig um Vorenthaltung!!!"

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