Freitag, 18. Mai 2012

Ein intelligenter Mann

Der neue Berliner Erzbischof und Kardinal ist erneut einen Schritt auf Homosexuelle zugegangen. Schon mehrfach hatte er sich ja die Lehre nicht verlassend aber dennoch gemäßigt und nicht verletzend geäußert. Das Statement jetzt auf dem Katholikentag ist aber ein weiterer Schritt auf die Homosexuellen zu. Das muss doch einfach auch mal in den Medien vermeldet werden.

Ich bin immer mehr beeindruckt von Erzbischof Woelki, wie er es schafft, ohne sich "anzupassen", ohne einfach nur ein Mainstream-Hinterherplapperer zu sein, wichtige neue Impulse und Akzente zu setzen und sich politisch auch geschickt darzustellen. Respekt! Vielleicht ist das ja ein Weg in die Zukunft!

Kommentare:

  1. Ohne sich anzupassen? Wenn er sagt, man muss doch sehen, ob die beiden Männer/Frauen füreinander sorgen - ja, ist das dann doch der Ehe gleichzustellen? Ich bekomme ein flaues Gefühl im Magen, wenn ich sowas lese ... Oder hab ich da was falsch verstanden? Dann bitte ich um Aufklärung - dies ist durchaus ernst gemeint ...

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  2. Ich finde, auf der einen Seite muss man festhalten, dass die Homosexualität zur Gesellschaft heute dazu gehört. Und es gibt nur verbrannte Erde, wenn man als Bischof öffentlich von Sünde und krankhaften Trieben spricht, das versteht niemand mehr. Erzbischof Woelki transportiert die kirchliche Haltung in wohl gewählten, nicht so klar abgrenzenden Worten. In dieser Sendung bei Thadeusz sprach er zum Beispiel davon, dass natürlich nach kirchlicher Lehre die Ehe zwischen Mann und Frau die einzig wahre Lebensform ist, aber das es auch viele Homosexuelle gibt, die natürlich nicht ausgegrenzt werden, die natürlich auch geliebt und geachtet werden müssen und teil der Seelsorge sein müssen. Das sind Worte, die kommen in der Gesellschaft eher an, zeigen aber trotzdem die Herausgehobenheit der Ehe als ultimativer Form des Zusammenlebens.
    Was mich so ärgert, sowas wird von den Medien überhaupt nicht beachtet. Nicht mal jetzt, wo er in Mannheim sogar noch ein Stück über das eben zitirerte Statement hinausgeht.

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  3. Kardinal Woelki hat gerade nicht die (un)geordneten homosexuellen Partnerschaften mit der Ehe gleichgestellt, sondern mit den ebenfalls (un)geordneten nicht ehelichen Beziehungen Heterosexueller. Beides sind pastorale Herausforderungen, denen er - auch im Beichtstuhl - mehr als einmal begegnet sein dürfte. Um die Ehe ging es hier überhaupt nicht.

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