Donnerstag, 28. Juni 2012

Rein in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln

Das Theater mit dem Weltbild-Verlag ist ja noch gar nicht lange her. Jetzt überraschen die Gesellschafter mit dem Vorstoß den Verlag doch nicht veräußern zu wollen, sondern lieber in eine "kirchliche Stiftung öffentlichen Rechts" umzuwandeln. Irgendwie drängt sich da schon die Frage nach dem "warum auf einmal?" auf.

Kann man auf die Gewinne des Unternehmens nicht verzichten oder hat man - was zu hoffen wäre - endlich einen Plan für die Zukunft des Konzerns?

Wie wäre es beispielsweise mit einer Programmreform und dem Verschwinden der Erotik- und (viel bedenklicher) Esoterik-Literatur und dafür mit einem etwas verstärkten christlichen Schwerpunkt? Man könnte die auflagenstarken Kataloge durchaus ja auch für kleine kirchliche Botschaften nutzen, oder? Ich bin gespannt, fürchte aber einen weiteren Eiertanz.

Kommentare:

  1. Mir wäre z.B. daran gelegen, daß sich Weltbild u.a. nicht mehr an verkaufsoffenen Sonntagen beteiligt oder seine Produkte in Billiglohnländern herstellen läßt. Das ließe auch das, was sonst von den Kanzeln gepredigt wird, glaubwürdiger erscheinen.

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    1. Das kann man natürlich noch hinzusetzen.

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  2. "und dafür mit einem etwas verstärkten christlichen Schwerpunkt?"

    Warum denke ich da immer nur, daß dann Küng's gesammelte Werke mit Ranke-Heinemann's und Drewermanns Büchern als Jubiläumssammelband 50 Jahre Vaticanum II auf Seite 3 erscheinen werden?

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  3. Au weia, nein, das meinte ich natürlich nicht. Da kämen mir ganz andere Dinge in den Sinn, aber ob es sich verhindern ließe?

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