Natürlich wird in diesen Tagen wieder sehr intensiv nach Rom geschaut, die historischen Ereignisse von Rücktritt und Konklave jähren sich zum ersten Mal.
Jetzt hat sich zum ersten Mal der maltesische zweite Sekretär von Benedikt und jetzige erste Sekretär von Franziskus in einem Interview zu Wort gemeldet. Sehr beeindruckend, unbedingt lesenswert, was Alfred Xuereb schreibt. Er gibt ganz intensive Einblicke, in sein Erleben der Ereignisse vor einem Jahr. Hier eine kleiner, bemerkenswerter Auszug:
"Sie, Monsignore, waren während der Tage des Konklave bei Papst Benedikt. Wie hat der emeritierte Papst sie durchlebt?
Er durchlebte das Konklave, die Wahl, mit großer Erwartung; er war
sehr gespannt zu wissen, wer sein Nachfolger würde. Für mich war das
Telefongespräch sehr bewegend, das der neue Papst sofort mit Papst
Benedikt führte – ich war neben ihm und gab ihm den Hörer -. Es war
überwältigend, Benedikt sagen zu hören: "Ich danke Ihnen, Heiliger
Vater, dass Sie gleich an mich gedacht haben. Ich verspreche Ihnen von
sofort an meinen Gehorsam. Ich verspreche Ihnen mein Gebet für Sie. Und
sofort verspreche ich Ihnen, wie ich sagte, meinen Gehorsam!" Diese
Worte zu hören von einer Person, mit der ich gelebt habe und die mein
Papst war, dies zu hören, war gewaltig. "
Montag, 10. März 2014
Sonntag, 9. März 2014
Das heutige Evangelium und Weihnachten
Im heutigen Evangelium aus dem Matthäus-Evangelium heißt es: "In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt." Das bezieht sich auf eine Stelle aus dem 8. Kapitel des Buches "Deuteronomium": "Er wollte dich erkennen lassen, dass der Mensch nicht nur von Brot lebt, sondern dass der Mensch von allem lebt, was der Mund des Herrn spricht."
Wenn wir also vom Wort Gottes leben, wieviel Größeres könnte er uns schenken, als dass er seinen Sohn in die Welt sendet, als fleischgewordenes Wort?
Wenn wir also vom Wort Gottes leben, wieviel Größeres könnte er uns schenken, als dass er seinen Sohn in die Welt sendet, als fleischgewordenes Wort?
14. April 1996
Ein Datum von noch größerer Bedeutung als ohnehin schon.
"Mein Gott, mein Erlöser, bleibe bei mir. Fern von dir müsste ich welken und verdorren. Zeigst du dich mir wieder, blühe ich auf in neuem Leben. Du bist das Licht, das nie verlöscht, die Flamme, die immer lodert. Vom Glanz deines Lichtes beschienen, werde ich selber Licht, um anderen zu leuchten. Ich bin nur wie ein Glas, durch das du den anderen scheinst. Lass mich zu deinem Ruhm deine Wahrheit und deinen Willen verkünden, nicht durch viele Worte, sodnern duch die stille Kraft der tätigen Liebe - wie deine Heiligen - durch meines Herzens aufrichtige Liebe zu dir."
"Mein Gott, mein Erlöser, bleibe bei mir. Fern von dir müsste ich welken und verdorren. Zeigst du dich mir wieder, blühe ich auf in neuem Leben. Du bist das Licht, das nie verlöscht, die Flamme, die immer lodert. Vom Glanz deines Lichtes beschienen, werde ich selber Licht, um anderen zu leuchten. Ich bin nur wie ein Glas, durch das du den anderen scheinst. Lass mich zu deinem Ruhm deine Wahrheit und deinen Willen verkünden, nicht durch viele Worte, sodnern duch die stille Kraft der tätigen Liebe - wie deine Heiligen - durch meines Herzens aufrichtige Liebe zu dir."
(John Henry Newman)
Montag, 3. März 2014
Freitag, 28. Februar 2014
Neuer Job für den Kardinal
Dem Kölner Stadt-Anzeiger ist da ein richtig schöner Fehler unterlaufen. Es sollte wohl heißen: "Von Joachim Frank" oder hat der Kardinal echt einen neuen Job gefunden?
Vor einem Jahr
Sehr interessant ist das, was Erzbischof Gänswein dazu im Interview mit dem "Süddeutsche Zeitung Magazin" sagt.
Donnerstag, 27. Februar 2014
Dienstag, 25. Februar 2014
Jedes Jahr am Dienstag vor Weiberfastnacht
läuft auf dem SWR die traditionelle Mombacher Sitzung der "Bohnebeitel". Politsche Vorträge und Kokolores auf Fastnachts-Höchstniveau. Absolutes Einschalt-Muss bei mir. In diesem Jahr mit dem Motto "Stiftung Narrentest". Ich bin gespannt, wem alles auf den Zahn gefühlt wird und vor allem wie. Highlights sind der politische Vortrag von Helmut Schlösser, der jedes Jahr in eine andere Rolle schlüpft und schon u.a. als Barack Obama (2x), Hauptmann von Köpenick oder Napoleon überzeugt hat, die "Maledos", die sehr gekonnt die Jahresthemen musikalisch aufarbeiten und natürlich der "hesslichste Hausmeister", der Begge Peder. Vorfreude und ein dreifach donnerndes Helau!
Montag, 24. Februar 2014
Treue als Gegengewicht
„In der Kirche von Jerusalem wurden
zwei Männer von der Gemeinde vorgeschlagen, und dann wurde die Wahl
durch das Los entschieden: „Josef, genannt Barsabbas, mit dem
Beinamen Justus, und Matthias“ (Apg 1,23). Dieser letztere
war der Auserwählte, und er „wurde den elf Aposteln zugerechnet“
(Apg 1,26). Von ihm wissen wir nichts anderes, als daß auch
er Zeuge des ganzen Lebens Jesu auf Erden war (vgl. Apg
1,21–22) und ihm bis ins Letzte treu blieb. Zur Größe seiner
Treue kam dann der Ruf Gottes hinzu, den Platz des Judas einzunehmen,
gleichsam um seinen Verrat auszugleichen. Daraus gewinnen wir eine
letzte Lehre: Auch wenn in der Kirche unwürdige Christen und
Verräter nicht fehlen, ist jeder von uns aufgerufen, ein
Gegengewicht zu dem von ihnen begangenen Übel zu schaffen, durch
unser klares Zeugnis für Jesus Christus, unseren Herrn und Erlöser.“
Samstag, 22. Februar 2014
Dienstag, 18. Februar 2014
Montag, 17. Februar 2014
Freitag, 7. Februar 2014
Sotschi und die Frage des Boykotts
Die Medien sind voll davon. Sotschi 2014 als Ausgeburt des Bösen. Und leider: es ist eine Menge dran. Ausgebeutete Arbeiter, nahezu moderne Sklaverei, Umweltschäden, enteignete und verstoßene Bewohner, putinscher Gigantismus, Korruption, politische Machtdemonstrationen, dazu die Debatte um undemokratische und diskriminierende Zustände in Russland, Angst vor Terror, von der Dopingfrage ganz zu schweigen. Kurz: so soll Olympia nicht sein. Definitiv nicht! Olympia der Zukunft muss anders werden, um nicht die Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Politiker vieler Länder kommen nicht nach Sotschi, andere rufen zum Boykott auf. Ich finde, dass ist dennoch der falsche Weg. Wir wollen ein modernes, ein demokratisches, ein offenes, sauberes Olympia. Spiele, die sich an an die eigene olympische Charta in vollem Umfang halten. Spiele, die zu dem wieder werden, was die olympische Bewegung ausmacht: die versammelte "Jugend der Welt", ein Friedenszeichen für die ganze Welt, das größte Sportereignis schlechthin.
Sotschi scheint ein Rückfall zu sein in dunkle olympische Zeiten. Die nationalsozialistische Propaganda hatte 1936 die Spiele von Berlin missbraucht, die Boykott-Spiele 1980 in Moskau und 1984 in Los Angeles, aber auch in der jüngeren Vergangenheit gibt es Beispiele für negative Auswirkungen, nicht zuletzt wenn man an den Pekingschen Gigantismus denkt.
Dabei gibt es so viele ermutigende Beispiele. London 2012: freundliche, weltoffene Spiele in einer großen Metropole. Sydney 2000: sympathische Spiele, die auch die Ureinwohner mit einbezogen haben. Lillehammer 1994: kleine, "gemütliche", urtümliche Winterspiele in Norwegen.
Was hat Olympia nicht schon alles erreicht: Waffenstillstände in Kriegsgebieten für die Zeit der Spiele, politische Zeichen wie ein gemeinsames koreanisches Team u.v.m.
Das ganze Desaster fängt schon mit der Vergabe der Spiele an. Korruption im IOC, kein Auge für die nachhaltige und weltoffene Spiele. Es regiert Geld, Macht und Politik. Hier müsste schon ein Umdenken beginnen. Zustände wie in Sotschi dürfen sich nicht wiederholen. Warum müssen die Spiele in eine subtropische Stadt? Klar, auch Russland kann sich ein neues, modernes Wintersportzentrum leisten, darf es haben, aber doch nicht so!
Ein Boykott ist aber dennoch nicht der richtige Weg. Olympia ist und bleibt ein riesiges Event. Hunderttausende Arbeitsplätze hängen dran, Sportler aus aller Welt haben sich vier Jahre auf diese Tage vorbereitet, politische Kraft geht nach wie vor von den Spielen aus. Es ist daher nur sinnvoll, sich mit kritischem Blick aber dennoch aufmerksam mit diesen Spielen zu beschäftigen. Nicht nur die Sportler haben es verdient.
Also schauen wir hin nach Sotschi, begleiten wir die Spiele kritisch, aber rufen wir auch das IOC dazu auf, die Strukturen zu verbessern, dass Olympia wieder zu dem großen, mutmachenden, Frieden stiftenden Ereignis werden kann.
Politiker vieler Länder kommen nicht nach Sotschi, andere rufen zum Boykott auf. Ich finde, dass ist dennoch der falsche Weg. Wir wollen ein modernes, ein demokratisches, ein offenes, sauberes Olympia. Spiele, die sich an an die eigene olympische Charta in vollem Umfang halten. Spiele, die zu dem wieder werden, was die olympische Bewegung ausmacht: die versammelte "Jugend der Welt", ein Friedenszeichen für die ganze Welt, das größte Sportereignis schlechthin.
Sotschi scheint ein Rückfall zu sein in dunkle olympische Zeiten. Die nationalsozialistische Propaganda hatte 1936 die Spiele von Berlin missbraucht, die Boykott-Spiele 1980 in Moskau und 1984 in Los Angeles, aber auch in der jüngeren Vergangenheit gibt es Beispiele für negative Auswirkungen, nicht zuletzt wenn man an den Pekingschen Gigantismus denkt.
Dabei gibt es so viele ermutigende Beispiele. London 2012: freundliche, weltoffene Spiele in einer großen Metropole. Sydney 2000: sympathische Spiele, die auch die Ureinwohner mit einbezogen haben. Lillehammer 1994: kleine, "gemütliche", urtümliche Winterspiele in Norwegen.
Was hat Olympia nicht schon alles erreicht: Waffenstillstände in Kriegsgebieten für die Zeit der Spiele, politische Zeichen wie ein gemeinsames koreanisches Team u.v.m.
Das ganze Desaster fängt schon mit der Vergabe der Spiele an. Korruption im IOC, kein Auge für die nachhaltige und weltoffene Spiele. Es regiert Geld, Macht und Politik. Hier müsste schon ein Umdenken beginnen. Zustände wie in Sotschi dürfen sich nicht wiederholen. Warum müssen die Spiele in eine subtropische Stadt? Klar, auch Russland kann sich ein neues, modernes Wintersportzentrum leisten, darf es haben, aber doch nicht so!
Ein Boykott ist aber dennoch nicht der richtige Weg. Olympia ist und bleibt ein riesiges Event. Hunderttausende Arbeitsplätze hängen dran, Sportler aus aller Welt haben sich vier Jahre auf diese Tage vorbereitet, politische Kraft geht nach wie vor von den Spielen aus. Es ist daher nur sinnvoll, sich mit kritischem Blick aber dennoch aufmerksam mit diesen Spielen zu beschäftigen. Nicht nur die Sportler haben es verdient.
Also schauen wir hin nach Sotschi, begleiten wir die Spiele kritisch, aber rufen wir auch das IOC dazu auf, die Strukturen zu verbessern, dass Olympia wieder zu dem großen, mutmachenden, Frieden stiftenden Ereignis werden kann.
Samstag, 1. Februar 2014
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