Dienstag, 19. März 2013

Inizio del ministero Petrino

Dazu aus Franz Liszts "Christus" das berühmte "Tu es Petrus" im Teil "Die Gründung der Kirche". Das ist deswegen so genial, weil er die Stelle aus dem Matthäus-Evangelium mit dem "Simon Johannes - liebst Du mich?" - "Weide meine Lämmer" aus dem Johannes-Evangelium verknüpft.

Gottes Segen dem neuen Papst Franziskus!


Heiligkeit, bitte etwas lauter!


Liturgische Texte

Die gibts wieder auf den Seiten des Vatikan. Nach der Überreichung der Insignien zu Beginn ist es im Prinzip ein "normales" Pontifikalamt zum Hochfest des Hl. Josef. Am Ende erklingt noch das "Te Deum".

Montag, 18. März 2013

Sonntag, 17. März 2013

Bescheidenheit und deutsche Medien

Bisher habe ich ja hier noch nicht viel zum neuen Papst geschrieben. Das hole ich jetzt mal nach. Ich bin sehr beeindruckt von seinen ersten Auftritten, von den zum Teil frei gehaltenen Ansprachen, von der sehr herzlichen Art und Weise seines Umgangs. Wenn man ihm dann noch bitte nahelegen würde, in der Liturgie etwas weniger zu nuscheln, dann wäre das auch noch toll. ;) Seine ruhige Art und Weise ist an sich ja sehr angenehm und würdig. Ich glaube, dieser Papst wird uns alle noch überraschen.

Sehr bewegend fand ich, das liest man vielerorts, seinen Gebetsaufruf zunächst für Benedikt XVI. und dann ganz demütig für sich. Ein Mann des Gebets, der direkt nach der Wahl in der Cappella Paolina und am Tag danach in Maria Maggiore betet. Einfach toll!

Viel wird über seine Bescheidenheit geschrieben. Über das Verzichten auf die Hermelin-Mozzetta, auf die roten Schuhe, auf das goldene Pectorale. Das alles sind doch "nur" äußere Zeichen. Manche Medien versteifen sich nahezu darauf, dass er das anders macht als seine Vorgänger. In manchen Kommentaren nutzt man das nun schon, um Vergleiche zu ziehen und Franziskus als "Befreier" von Kirchenfürsten wie Benedikt bezeichnet. Das greift aber doch total daneben. Auch Benedikt war doch ein Mann voller Bescheidenheit, aber eher mit dem Akzent des vernünftigen Gelehrten. Ein bisschen habe ich Sorge, dass das Bild von ihm nun sehr schlecht gezeichnet werden würde.

Natürlich beeindruckt, dass der Papst selbst seine Rechnung bezahlt, dass er nach seiner ersten Messfeier in Sant'Anna wie ein Landpfarrer die Menschen begrüßt und sich mit ihnen unterhält. Ein weiterer Schritt zur "Entmystifizierung" des Amtes? Ein Akzent, den Franziskus setzt, der ihn sicher symphatisch macht.

Heute Mittag das Angelusgebet habe ich bei n-tv verfolgt. Der Moderator, der in fünf Minuten dreimal betonte, dass er evangelisch sei, äußerte immer wieder seine Begeisterung. "Mich als Menschen lutherischen Glaubens beeindruckt er tief." Franziskus habe den Begriff vom "Volk Gottes" benutzt, der damit bewusst an Johannes XXIII. erinnern würde. Er sei der Papst, der die Kirche wieder aufstößt, der den Weg der Öffnung fortsetzt. Das hätte man in der Sixtina "durch die Zuwendung des Papstthrons zu den Kardinälen" schon gemerkt. Der bescheidene Franziskus wird als der Heilsbringer angekündigt, der mit seiner Bescheidenheit endlich dafür Sorgen würde, die Kurie bescheidener und weltoffener zu machen. Mitkommentator, Pfarrer Dietmar Heeg, pflichtet ihm bei.

Ich bin echt gespannt. Noch bin ich mir nicht sicher, ob die beiden mit ihrer Einschätzung richtig liegen. Franziskus betont immer wieder die Nähe zu Benedikt, vertritt - wie sagt man immer? - "konservative" (moral-)theologische Ansichten und sagt Sätze voller Verve, die man vom Gelehrten Ratzinger so deutlich nicht gehört hätte: "Wer nicht zu Gott betet, betet zum Teufel!". So etwas wird in der Seligkeit über Eisenkreuz und Straßenschuhe in den Medien gerne übersehen. Bisher kann ich kein Abrücken von den Dingen erkennen, die auch Benedikt immer betont hat. Vielleicht werden sich ja noch etliche umschauen?

Spiegels "Dampf-Prediger" Matussek schreibt in seiner Analyse: "Seine erste Rede ist eine Zuspitzung der "Entweltlichungsrede", die Benedikt in Freiburg gehalten hat, damals vor verschlossenen deutschen Ohren. Er verkündet die "arme Kirche". Und da er ihr so ostentativ in der Armut vorangeht, wird wohl auch der deutsche Episkopat mit all seinen kirchensteuerfinanzierten bürokratischen Zentralkomitees und üppig subventionierten Reform-Stuhlkreisen einen Wintereinbruch erleben. Denn der Mann meint es ernst." Ich könnte mir vorstellen, dass er Recht behält.

Dieser Papst Franziskus wird uns alle, mich eingeschlossen und viele, die jetzt die Hoffnungen auf die große Reform hegen, noch sehr überraschen. Ganz besonders gespannt bin ich von seinem Treffen mit Benedikt am Samstag. Da wird es ja zu den vergleichenden Deutungen mit Sicherheit noch einmal ganz intensiv kommen. Aber jetzt wird Franziskus am Dienstag erst einmal offiziell eingeführt. Hoffentlich dann mit deutlicherer Stimme.. ;)

Samstag, 16. März 2013

Freitag, 15. März 2013

Sprachliche Hürden

Wenn man mal das berühmte "Tu es Petrus" in verschiedene Sprachen übersetzt, klingt es für unsere Ohren manchmal zum Schreien komisch. "Tu es Petrus" auf niederländisch zum Beispiel:

"Gij zijt Petrus, de steenrots,
en op deze rots zal Ik mijn Kerk bouwen."

Der verehrungswürdigen Großmutter

Papst Franziskus hat gerade in der Ansprache an die Kardinäle kurz auf Deutsch ein Zitat gebracht. Es stammt von seinem wohl deutschen Lieblingsdichter Friedrich Hölderlin. "Meiner verehrungswürdigen Großmutter", dass er zu ihrem 72. Geburtstag gedichtet hat.

"Vieles hast du erlebt, du teure Mutter! und ruhst nun
Glücklich, von Fernen und Nahn liebend beim Namen genannt,
Mir auch herzlich geehrt in des Alters silberner Krone
Unter den Kindern, die dir reifen und wachsen und blühn.
Langes Leben hat dir die sanfte Seele gewonnen
Und die Hoffnung, die dich freundlich in Leiden geführt.
Denn zufrieden bist du und fromm, wie die Mutter, die einst den
Besten der Menschen, den Freund unserer Erde, gebar. –
Ach! sie wissen es nicht, wie der Hohe wandelt' im Volke,
Und vergessen ist fast, was der Lebendige war.
Wenige kennen ihn doch und oft erscheinet erheiternd
Mitten in stürmischer Zeit ihnen das himmlische Bild.
Allversöhnend und still mit den armen Sterblichen ging er,
Dieser einzige Mann, göttlich im Geiste, dahin.
Keines der Lebenden war aus seiner Seele geschlossen
Und die Leiden der Welt trug er an liebender Brust.
Mit dem Tode befreundet' er sich, im Namen der andern
Ging er aus Schmerzen und Müh siegend zum Vater zurück.
Und du kennest ihn auch, du teure Mutter! und wandelst
Glaubend und duldend und still ihm, dem Erhabenen, nach.
Sieh! es haben mich selbst verjüngt die kindlichen Worte,
Und es rinnen, wie einst, Tränen vom Auge mir noch;
Und ich denke zurück an längst vergangene Tage,
Und die Heimat erfreut wieder mein einsam Gemüt,
Und das Haus, wo ich einst bei deinen Segnungen aufwuchs,
Wo, von Liebe genährt, schneller der Knabe gedieh.
Ach! wie dacht ich dann oft, du solltest meiner dich freuen,
Wann ich ferne mich sah wirkend in offener Welt.
Manches hab ich versucht und geträumt und habe die Brust mir
Wund gerungen indes, aber ihr heilet sie mir,
O ihr Lieben! und lange, wie du, o Mutter! zu leben
Will ich lernen; es ist ruhig das Alter und fromm.
Kommen will ich zu dir; dann segne den Enkel noch Einmal,
Daß dir halte der Mann, was er, als Knabe, gelobt."

Donnerstag, 14. März 2013

Braut statt Sandburg

"Wir können so viel schreiten, wie wir wollen, wir können viele Dinge aufbauen, aber wenn wir uns nicht zu Jesus Christus bekennen, dann funktioniert das nicht. Wir werden ein bemitleidenswertes Ding, aber nicht die Kirche, die Braut des Herrn. Wenn man nicht voranschreitet, bleibt man stehen. Wenn man nicht auf Felsen baut, was passiert dann? Es passiert das, was Kindern am Strand passiert, wenn sie Sandburgen bauen: alles fällt in sich zusammen und ist ohne Bestand. Wenn man sich nicht zu Jesus Christus bekennt – da fällt mir der Satz von Leon Bloy ein: „Wer nicht zum Herrn betet, betet den Teufel an“. Wenn man sich nicht zu Jesus Christus bekennt, bekennt man sich zur Weltlichkeit des Teufels, zur Weltlichkeit des Dämons."

Mittwoch, 13. März 2013

Habemus Papam!


Dienstag, 12. März 2013

Damit das klar ist


Special Thanks to EMP!

Mögen die Spiele beginnen!


Montag, 11. März 2013

Kurzfristiger TV-Tipp

Gleich, um 0.05 Uhr, ZDF-Diskussion aus Rom mit Michaela Pilters, Julia Klöckner, Gabriele Kuby, Pirmin Spiegel und Weihbischof Jaschke. Klingt doch schon ganz anders als die Plasberg-Zusammensetzung vom Abend. Aber gibts eigentlich noch einen anderen bischöflichen Würdenträger außer Jaschke?

Pro Eligendo

Um 10 Uhr feiert Kardinaldekan Angelo Sodano mit allen Kardinälen und vielen Gläubigen im Petersdom die feierliche Messe vor dem Konklave, die Messe "für den zu wählenden Papst". Und den Ablauf dieser "Missa pro eligendo Romano Pontifice" gibt es wie immer auf den Seiten des Vatikan.