Donnerstag, 10. November 2011

Nunc dimittis

Nach einem sehr aufschlussreichen Gespräch über die Weite und die Wahrheit in der Musik, will ich das Nunc dimittis von Arvo Pärt hier hinterlassen. Mein Gesprächspartner sagte, bei der Musik von Pärt kann er die Wahrheit Gottes am ehesten spüren.


Heute vor zwei Jahren

Robert Enke nimmt sich das Leben. Erstaunlich ruhig ist es in diesem Jahr um seinen Jahrestag.

Hier ein Ausschnitt aus der Trauerfeier im Stadion.


Mittwoch, 9. November 2011

Liturgische Missbräuche

“Die weit verbreitete Praxis liturgischer Missbräuche in der Folgezeit des Konzils hat tiefe Wunden in der Kirche verursacht. [...] Die Liturgie ist häufig willkürlichen Interpretationen unterworfen worden, welche ihre Natur und ihren Zweck verdrehen und Schmerz und Desorientierung der Gläubigen verursachen, die erstaunte Zuschauer von Handlungen werden, die von bizarren Formen einer außer sich geratenen Kreativität gekennzeichnet sind."
(Dario Kardinal Castrillon Hoyos im Petersdom)

Tag der Deutschen

9. November 1848: Erschießung Robert Blum - Tag des Anfangs vom Ende der Revolution!

9. November 1918: Ausrufung der Weimarer Republik - Tag des Sieges der Revolution???

9. November 1923: Hitler-Ludendorff-Putsch - Tag des öffentlichen Beginns der Nazis!

9. November 1938: Reichspogromnacht - Tag des Sieges des Hasses???

9. November 1967: zum ersten Mal: "Unter den Talaren - Muff von 1000 Jahren" - Tag des beginnenden Terrors!

9. November 1989: Mauerfall: Tag des Sieges des deutschen Volkes!!!

9. November. Tag der Deutschen! An keinem Tag läßt sich die deutsche Geschichte so gut zeigen, wie heute. Alles ist dabei, von den dunklen Stunden unter den Nationalsozialisten bis zum Tag, an dem das Land wieder zusammen geführt wurde und das Volk sich durchgesetzt hat und die Freiheit und Demokratie gewonnen haben.

Dienstag, 8. November 2011

Liturgisches Orgelspiel

Hatte am Wochenende eine ausführliche Diskussion mit einem gut bekannten Pfarrer über das Thema "Liturgisches Orgelspiel", sprich: Begleitung der Gemeindeantworten, des Vater Unser, Ite missa est, Einleitung zur Präfation, Einleitung zum Evangelium, Geheimnis des Glaubens etc.!

Er war der Meinung, es sei total unpassend dabei Orgel zu spielen, es sind Sprechgesänge, die unbedingt a-cappella zu singen seien. Ich hingegen bin es aus meiner Heimat gewohnt, dass alles begleitet wird und bin darüber hinaus der Meinung, dass es für die Gemeinde leichter wird, wenn die Orgel dabei ist. Gerade beim Vater Unser kann die Orgel doch deutlich unterstützen und die Gemeinde stützen.

Frage an die Blogoezese: wie seht Ihr das? Bin gespannt auf Eure Meinungen.

Predigt und Twitter

Der englische "Telegraph" berichtet über die Beschwerde des Präsidenten des Päpstlichen Kulturrates, Kardinal Ravasi (Quelle: wikipedia.de), die Predigten in der Kirche seien "zu grau und zu dumpf". Es bestünde die Gefahr, dass die Predigten zu irrelevant würden. Um im TV- und Computerzeitalter bestehen zu können, müsste man "packender und pointierter" werden. Er forderte auch noch andere Wege der Glaubensweitergabe. "Die 140 Zeichen bei Twitter" könnten auch ein Weg neben der Predigt sein.

Deutliche Worte, nicht unbedingt zu erwarten von einem Kurienkardinal. Aber, so berichtet Kath.net, ist das bei Kardinal Ravasi nicht so unerwartet. Er betreibt ein eigenes Blog für "Il Sole 24 Ore".

Montag, 7. November 2011

Protestantische Eindrücke aus dem Augustinerkloster

Heute wird viel über die EKD-Synode berichtet und da ging es viel um die Reaktionen der protestantischen Freunde auf das Treffen mit dem Heiligen Vater im Erfurter Augustinerkloster (Quelle: www.thueringen.info). Kath.net fasst heute zusammen:

"Einerseits sei die nichtöffentliche Begegnung mit evangelischen Kirchenvertretern am 23. September im Erfurter Augustinerkloster von „geschwisterlichem Geist“ geprägt gewesen. Andererseits habe die Predigt von Benedikt XVI. im öffentlichen Gottesdienst viele ökumenisch engagierte Menschen enttäuscht, sagte Schneider im Ratsbericht, den er am 6. November vor der EKD-Synode in Magdeburg vortrug. 
Bei der Begegnung hinter verschlossenen Türen habe der Papst die lebenslange Suche des Reformators Martin Luther (1483-1546) nach einem gnädigen Gott gewürdigt und die ökumenische Gemeinsamkeit in der Ausrichtung auf Christus betont. 
Zu Irritationen geführt habe hingegen die Aussage des Papstes im Gottesdienst, dass er keine ökumenischen „Gastgeschenke“ zu verteilen habe. Schneider: „Gastgeschenke hat niemand erwartet, wohl aber inhaltliche Impulse. Konkrete und ermutigende Anstöße für die ökumenisch-theologische Weiterarbeit in den Fragen des Amts- und Kirchenverständnisses blieben aus.“
Besondere Kritik übte Schneider daran, dass der Papst die theologischen Gespräche mit politischen Verhandlungen verglichen habe. Dies gehe an der Haltung der reformatorischen Kirchen vorbei: „Uns geht es um das rechte Verständnis der Schrift und Lehre und damit um die konkrete Wahrheit des Evangeliums, wenn wir ökumenische Gespräche führen.“"

Ein Profilierungsversuch der EKD, wo sie sich doch gerade unter dem Titel "Mission" in Magdeburg zur Synode versammelt hat? Muss sich die EKD nun gegenüber der katholischen Kirche profilieren?

Sonntag, 6. November 2011

Freitag, 4. November 2011

Kunst weg

Bei dieser Meldung aus der Süddeutschen (viele andere berichten auch), dass eine Putzfrau ein 800.000-Euro-Kunstwerk "weggeputzt" hat, erinnert mich einfach an diesen Film. (ab ca. Minute 40 in diesem Ausschnitt)


Donnerstag, 3. November 2011

Alles Gute zum Geburtstag


Heute mal ein ganz privater Post. Betreffende Leserin weiß schon, wer gemeint ist.

Mittwoch, 2. November 2011

Vom Tage



Zum 200sten: Nach 3151 Tagen

Endlich hat der BVB wieder in der Champions-League gewonnen. 3151 Tage war es her, als im März 2003 der AC Mailand mit 1:0 geschlagen wurde, so wie jetzt gegen Olympiakos Piräus. Alle BVB-Fans - so wie ich - dürfen nun wieder etwas hoffen, dass es mit zwei weiteren Siegen gegen Marseille und Arsenal London doch noch reicht für das Überwintern im Europapokal.

Bergpredigt modern

Im Evangelium zum Hochfest gibt es - jedes Jahr eine Freude - die Bergpredigt. Ich bin über einen Text einer modernen Bergpredigt - eher eines Gegenentwurfs - gestolpert und möchte den hier zur Diskussion stellen. Ist nicht das hier eher das Bild der heutigen Zeit?

Der wahre Zustand eines christlichen Abendlandes (Quelle: peterbirkner.de)

Verraten sind die Armen, denn Sie haben nichts einzubringen.
Verraten sind die Leidtragenden, denn Sie sind ausgeschlossen aus der Gesellschaft.
Verraten sind die Sanftmütigen, denn Sie werden an die Wand gedrückt.
Verraten sind, die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, denn Macht geht vor Recht und Geld regiert die Welt.
Verraten sind die Barmherzigen, denn Undank ist der Welt Lohn.
Verraten sind die reinen Herzens sind, denn Sie werden übers Ohr gehauen.
Verraten sind die Friedfertigen, denn sie werden zwischen den Fronten zerrieben.
Verraten sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn am Ende ist doch alles umsonst.

Dienstag, 1. November 2011

Tolle Orgel, unkreativer Liedplan

Liturgie hautnah: Ich war gestern Abend zur Vorabendmesse zum heutigen Hochfest, mal in einer neuen Kirche im Kölner Nordosten. Was muss ich sagen? Ein ruhig gestalteter Gottesdienst (leider nur eine Lesung), gut besuchte Kirche, tolle Orgel, toller Künstler an der Orgel, dazu einige interessante Begegnungen nachher, aber, was bitte sollte dieser Liedplan?

Einzug: GL 878, 1+2 (Herr, großer Gott, dich loben wir)
Gloria: GL 878, 3
n. d. Lesung: GL 530, 7
Credo: GL 878, 4
Gabenbereitung: GL 960, 1+6 (Ihr Freunde Gottes)
Sanctus: GL 917 (so eine Sanctus-Paraphrase)
Agnus Dei: GL 435
Dank: GL 878, 5
Schluss: GL 573, 1+6 (es war ja noch Oktober)
Danach übrigens: Max Reger: "Te Deum"

Die sechste und letzte Strophe des Liedes wurde übrigens nicht gesungen. Warum nicht 1-3 zum Einzug und 4-6 zum Dank?

Den "Schlager des Abends" noch einmal zum Anhören.


Deine Heiligen krönst Du mit Ehre und Herrlichkeit


Zum heutigen Hochfest!